Schwalben willkommen!

Verleihung der Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ in Ernsthof


Juni 2024. Seit den 1970er Jahren ist der Bestand der Rauchschwalbe in Deutschland um mehr als ein Viertel geschrumpft. Die Gründe des Rückgangs dieser mittlerweile auf der Vorwarnliste stehenden Vogelart sind sicher vielfältig. Großflächigere und intensivere Landnutzung, abnehmende Nutztierhaltung als Weidewirtschaft, aber auch der Rückgang geeigneter Brutmöglichkeiten sind hier zu nennen. Hatte früher fast jeder Hof einen offenen Stall fürs Vieh oder als Lagerplatz, werden diese Gebäude mittlerweile anderweitig genutzt und dabei oft einfach „dicht“ gemacht.

 

Umso schöner, dass Familie Müller in Ernsthof mit Bedacht an die Sanierung ihres Hauses gegangen ist und hier die Türen bzw. das Fenster in einem Teil für diese schönen Untermieter offenbleiben. Auch in diesem Jahr hat sich wieder ein Schwalbenpärchen häuslich eingerichtet und mit dem Brutgeschäft begonnen. Das Engagement zeigt sich auch an den vielen im und am Haus angebrachten Halbschalen als Nisthilfen. Auch wenn das diesjährige Pärchen diese verschmäht und nur wenige cm daneben auf dem alten Nest gebaut haben, freut sich an anderer Stelle z.B. der Hausrotschwanz.

 

Familie Müller setzt darüber hinaus auch im Umfeld sehr auf eine naturfreundliche Gestaltung. Das ein insektenfreundlicher Garten auch ein schöner Anblick sein kann, ist hier sofort zu erkennen. Es war eine große Freude vor Ort und im Gespräch so viel Empathie für unsere Umwelt zu erleben. Die Auszeichnung mit der Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ war hier nur folgerichtig.

Dass dieses Engagement vielleicht nicht gänzlich uneigennützig ist und auch eine „Win-win-Situation“ sein kann, zeigte der Verweis, dass Schwalben im Haus ja auch Glück bringen sollen. Dies wünschen wir Familie Müller und ihren Gästen von ganzem Herzen und sagen Danke!

 

 

Schwalbenfreundliche Sanierung eines alten Feldsteinbaus. Felix Grützmacher überreicht die Plakette "Schwalbenfreundliches Haus" Foto: Katharina Grützmacher
Schwalbenfreundliche Sanierung eines alten Feldsteinbaus. Felix Grützmacher überreicht die Plakette "Schwalbenfreundliches Haus" Foto: Katharina Grützmacher

Frühjahrsputz im NABU-Wald

Rückbau eines alten Wildschutzzaunes im Naturschutzgebiet Erpetal

Noch steht das Hindernis - NABU-Mitglieder in Aktion Foto: Bernd Rindfleisch
Noch steht das Hindernis - NABU-Mitglieder in Aktion Foto: Bernd Rindfleisch

Der NABU ist auf vielfältige Weise im Naturschutzgebiet Erpetal sehr aktiv. Unter anderem hat unsere NABU-Stiftung Nationales Naturerbe dort viele Flächen erworben, auf denen so die Natur Vorrang erhält. Insbesondere auf Initiative unserer NABU-Mitglieder der Ortsgruppe Hoppegarten konnten viele positive Entwicklungen in den vergangenen Jahren angestoßen werden. Sei es für den Vogelschutz auf unseren Wiesen oder zur Verbesserung des Wasserregimes entlang der Erpe.

 

In einer gemeinsamen Aktion ging es im Februar 2024 nun in den Wald. In einem kleinen Teil unseres NABU-Waldes stand aus früheren Zeiten noch ein alter und halb zerfallener Wildschutzzaun von ca. 400 m Länge, der entfernt werden sollte. Bei herrlichem Sonnenschein wurde dieser in Stücke geschnitten, von Geäst und Laub befreit und in bereit gestellte Container getragen.

 

Dank der Teilnahme von NABU-Mitgliedern auch aus umliegenden Ortsgruppen wie Fredersdorf-Vogelsdorf sowie Neuenhagen und insbesondere der Unterstützung durch die Jagdgenossenschaft Hoppegarten war dies in der Hälfte der veranschlagten Zeit erledigt. Von Vorteil erwies sich das Geländefahrzeug samt Anhänger eines Jägers, welche uns das weite Schleppen der schweren und aufgerollten Zaunfelder ersparte. So blieb im Anschluss noch Zeit für einen gemütlichen Austausch bei mitgebrachtem Kaffee und Kuchen.

 

Woran man sich nie gewöhnen wird ist der Anblick an sonstigem Müll, der abseits der Wegstrecke immer wieder zu entdecken ist. „Highlight“ war eine ausgediente und hier entsorgte Badewanne – die ebenfalls aus dem Wald getragen wurde. Es bleibt also noch was zu tun.

 

Vielen Dank an alle die dabei waren und tatkräftig mitgeholfen haben!

Zwei Container mit Zaun und eine Badewanne - vielen Dank! Foto: Bernd Rindfleisch
Zwei Container mit Zaun und eine Badewanne - vielen Dank! Foto: Bernd Rindfleisch

Willkommen beim NABU Strausberg-Märkische Schweiz e.V.

Für Mensch und Natur


Der Waldkauz- Vogel des Jahres 2017
Der Waldkauz- Vogel des Jahres 2017 - Foto: NABU/Peter Kühn

Die Landschaft von der östlichen Berliner Stadtgrenze bis in die Märkische Schweiz ist äußerst reizvoll, vielfältig und artenreich. Wir als NABU Regionalverband Strausberg-Märkische Schweiz e.V. setzen uns gemeinsam mit den örtlichen NABU-Gruppen dafür ein, dass diese wunderschöne Landschaft mit ihrer artenreichen und überregional bedeutsamen Tier- und Pflanzenwelt erhalten bleibt und verbessert wird.

 

Bereits Anfang 1991 gründete sich im damaligen Landkreis Strausberg der NABU Kreisverband Strausberg e.V. Nachdem der Landkreis Strausberg im Zuge der Kreisgebietsreform Ende 1993 in den neu gegründeten Landkreis Märkisch-Oderland aufging, haben wir uns in NABU Regionalverband Strausberg – Märkische Schweiz e.V. umbenannt. Unser Wirkungskreis blieb jedoch das Gebiet des Altkreises Strausberg.

 

Vielfältige Aktivitäten prägen unser ehrenamtliches Engagement wie u.a.in der Natur- und Umweltbildung, der Mitwirkung bei Planungen als ein Träger öffentlicher Belange, beim Flächenkauf und der Landschaftspflege. So sind beispielsweise das Internationale Fledermausmuseum Julianenhof und das Weide- und Naturschutzprojekt in den Lange Dammwiesen bei Strausberg Projekte von überregionaler Bedeutung.

 

Unsere Website befindet sich noch im Aufbau. Stück für Stück werden wir auch hier dran arbeiten und in Zukunft ausführlicher über unsere Aktivitäten und Themen in der Region Strausberg – Märkische Schweiz berichten.